Die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen – Reformen auf verschiedenen Ebenen, Kostendruck, Fachkräftemangel etc. – haben erheblichen Einfluss auf den Alltag Ihrer Arbeit. Der 4. Brandenburgische Erziehungshilfetag nimmt diese Bedingungen in den Blick und hat sich unter dem Motto „In gemeinsamer Verantwortung!“ zum Ziel gesetzt, der Frage nachzugehen:

Wie gelingt es uns, gemeinsam mit allen Akteuren im Dialog auf Augenhöhe, die Erziehungshilfe im Land Brandenburg zu gestalten?

In der Vorbereitung des Erziehungshilfetages wurde Wert darauf gelegt, die Vielfalt der Erziehungshilfe im Land Brandenburg aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, um einen institutionell übergreifenden Austausch insbesondere zwischen öffentlichen und freien Trägern zu ermöglichen.

Zu drei Themenschwerpunkten erwarten Sie Fachvorträge sowie Foren und Workshops, die von Akteuren aus Wissenschaft, öffentlicher und freier Trägerschaft der Kinder- und Jugendhilfe in Kooperation durchgeführt werden. Sie haben die Möglichkeit, sich auf einen der drei Themenschwerpunkte zu fokussieren oder Sie wandern von einem zum anderen Themenfeld, informieren sich so, tauschen sich aus, diskutieren und lassen sich inspirieren. Wir freuen uns auf Sie.

Die Themenschwerpunkte sind:

Im Themenschwerpunkt Hilfen planen geht es um den wesentlichen Schlüsselprozess in den Hilfen zur Erziehung. Folgende Fragen zum Thema Hilfeplanverfahren sollen in den Blick genommen werden: Wie kann es gelingen, trotz unterschiedlicher Sichtweisen von Kindern, Jugendlichen, Familien und Fachkräften der öffentlichen und freien Trägern, ein gemeinsames Verständnis von Beteiligung zu entwickeln? Was sind förderliche Haltungen und Strukturen, um gelingende Hilfen zu planen? Wie können die Kompetenzen der Akteure gestärkt werden? Und: Woran erkennen die Kinder, Jugendlichen, Familien und Fachkräfte der öffentlichen und freien Träger, dass das Hilfeplanverfahren hilfreich war und einen erkennbaren Nutzen gebracht hat?

Das Themenschwerpunkt Übergänge gestalten beschäftigt sich einerseits mit dem Einstieg in Hilfen, im Besonderen bei Hilfen für unbegleitete minderjährige Ausländer. Des Weiteren stellen sich Fragen nach anderen Übergängen, zum Beispiel: Wie gestalten wir den Übergang von einer Hilfe zur anderen oder wie begleiten wir Rückführungen in die Familien? Und der wichtigen Frage nach der Gestaltung von Übergänge von jungen Erwachsenen, insbesondere für die sogenannten Care Leaver, die einen Teil ihres Lebens in öffentlicher Erziehung verbracht haben und nun auf dem Weg in ein eigenständiges Leben sind, soll nachgegangen werden.

Die Zusammenarbeit mit Familien hört bei einer stationären Unterbringung eines Kindes oder eines Jugendlichen nicht auf. Wie wird mit Familien weiter zusammen gearbeitet, wenn ein Kind/Jugendlicher (teil-)stationär untergebracht ist? Welche Konzepte sind in der Zusammenarbeit mit Familien sinnvoll, insbesondere bei Familien, denen es schwer fällt, Hilfe anzunehmen oder bei Familien mit Migrations- bzw. Fluchterfahrungen? Diesen und weiteren Fragen wollen wir im Themenschwerpunkt Familien begleiten  nachgehen.

Gerne möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass im Rahmen des 4. Brandenburgischen Erziehungshilfetages ein erstes Dialogforum Beteiligung in den Erzieherischen Hilfen mit Kindern und Jugendlichen am gleichen Ort stattfindet. Nähere Informationen erhalten Sie hier.